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Wichtige Begriffe der Humangenethik und der Fortpflanzungsmedizin

Amniozentese:
Zwischen der 15. und 17. Schwangerschaftswoche können durch eine Fruchtwasseruntersuchung, bei der  embryonale Zellen gewonnen werden, die Chromosomen auf eine Anomalie untersucht werden.Unter örtlicher Betäubung und Ultraschallkontrolle wird mit einer feinen Punktionsnadel durch die Bauchdecke eine Fruchtwasserprobe entnommen. Das Ergenis liegt nach ca. zwei Wochen, also frühestens in der 16. - 17. Schwangerschaftswoche, vor. Informationen der Uni Basel

Assistierte Reproduktion:
Fachlich genauerer Begriff für künstliche Befruchtung. Von künstlicher Befruchtung sprechen Ärztinnen und Ärzte deshalb nicht, weil die mit medizinischer Hilfe erreichte Befruchtung nicht „künstlich„ im Wortsinne ist, sondern mit Hilfe ärztlicher „Kunst„ erzielt wurde.

Chorionzotten-Biopsie:
Die Chorionzotten, aus denen sich später die Plazenta entwicklet, bilden die äußere Begrenzung der Fruchthöhle. Die Zellkerne der Chorionzotten enthalten den gleichen Chromosomensatz und damit die gleiche Information wie die Körperzellen des Fetus.
Ab der 10. Schwangerschaftswoche können mit einer dünnen Punktionsnadel unter Ultraschallkontrolle und ggf. örtlicher Betäubung durch die Bauchdecke oder (selten) durch die Scheide Chorionzotten entnommen werden, die dann auf mögliche chromosomale Anomalien oder strukturelle genetische Erkrankungen untersucht werden. Der Befund liegt nach ca. 2 Wochen vor. Das Risiko einer Fehlgeburt (Abort) liegt bei etwa ein bis drei Prozent.

Chromosomen:
Bestandteile innerhalb des Zellkerns, die die Erbinformationen enthalten.

Desoxyribonukleinsäure (DNS):
Das Molekül, das die Erbinformationen trägt.

Embryo:
Nach § 8 des Gesetztes zum Schutz von Embryonen gilt als Embryo bereits die befruchtete, entwicklungsfähige menschliche Eizelle vom Zeitpunkt der Kernverschmelzung.

Embryotransfer
Die Übertragung der in-vitro entstandenen Embryonen in die Gebärmutter.

Fetus: 
Das sich entwickelnde Kind ab der 13. Schwangerschaftswoche

Gen:
Der Teil der DNS, in dem die genetischen Informationen enthalten sind.

Insemination
heterologe:
Befruchtung mit Samen, der nicht vom Partner der Frau stammt.
homologe:Befruchtung mit Samen, der vom Partner der Frau stammt

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI):

Das Einspritzen eines einzelnen Samens in eine Eizelle im Reagenzglas.

Intratubarer Gametentransfer:

Einleitung von Samen und maximal drei Eizellen in die Gebärmutter oder in einen Eileiter.

In-vitro-Fertilisation (IVF):
Befruchtung einer Eizelle außerhalb des Körpers (extrakorporale Befruchtung).

Klonen:
Künstliche Herstellung von genetisch identischen Lebewesen.

Krykonservierung:
Tiefkühlung bei -196° C in flüssigem Stickstoff.

Sterilität:
Unfruchtbarkeit der Frau bzw. Zeugungsunfähigkeit des Mannes.

Totipotente Zellen:
Nach der Befruchtung der Eizelle beginnt sich der Embryo zu teilen. Bis einschließlich des 8-Zell-Stadiums ist jede Zelle des Embryos totipotent. Das heißt: Nach ihrer Abspaltung kann sich aus der Zelle noch ein vollständiges Individuum entwickeln.

Triple-Test:
Verfahren zur Abschätzung bestimmter genetischer Erkrankungen (M. Down, Spaltbildungen) Informationen der Uni Basel

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Letztes Update: 17. Juni 2001